GEOTHERMIE

 


 

 

Grundlagen:

 

Bei der Geothermie wird generell in "Tiefe Geothermie" und "Flache Geothermie" unterschieden.

 

Da bei der Nutzung der Geothermie kein klimaschädliches CO2  freigesetzt wird, werden die regenerativen 

Energieformen im Rahmen unterschiedlicher Förderungsprogramme, die bei den jeweiligen Kommunen,

Landratsämtern oder Energieberatern nachgefragt werden können, durch den Staat bezuschusst.

 

 

Bei der Tiefen Geothermie wird die Erdwärme genutzt, die im Inneren der Erde entsteht 

und nach oben bis in den Bereich der Erdkruste aufsteigt. 

 

Hier wird Sie mithilfe von bis zu 4000-5000 m tiefen Bohrungen meist in Form von überhitztem Wasser 

mit Temperaturen bis 150°C oder mehr erschlossen und zur Gewinnung von Strom und Fernwärme genutzt.  

 

Gerade im Bereich südlich von München ist aufgrund des Vorhandenseins von Grundwasser-führenden, 

verkarsteten Schichten des Weißjura (Malm) die Geothermie für Investoren und Kommunen  

interessant, wie bereits einige erfolgreich realisierte Projekte belegen. 

 

 

Die Flache Geothermie (in der Regel bis 100, max, bis 200 m Tiefe) nutzt hingegen 

überwiegend Sonnenenergie, die im Untergrund während der warmen Sommermonate gespeichert wird

und in der kalten Jahreszeit zu Heizzwecken dem Boden wieder entzogen werden kann.

 

Hierzu ist neben einer geeigneten unterirdischen Anlage 

(z.B. Grundwasser-Brunnen, Erdwärmesonde oder Flach-Kollektoren)

immer eine Wärmepumpe nötig, um dem aus dem Untergrund geförderten Medium (Grundwasser oder Sole),

das mit ca. 8-12°C ankommt, die Wärme zu entziehen. 

Die Wärmepumpe funktioniert dabei ähnlich dem Prinzip des Kühlschranks mit einem Verdichtungs- und 

Entspannungszyklus. Die gewonnene Heizenergie setzt sich dabei aus der Erdwärme  (ca. 80-85 %) 

und dem zum Antrieb der Wärmepumpe benötigten Strom zusammen. 

 

Das um 5-6°C abgekühlte Medium wird wiederum in den Untergrund zurückgeführt (bei Erdwärmesonden über 

einen geschlossenen Kreislauf, bei Grundwasser-Nutzung über einen Schluckbrunnen oder einen Sickerschacht).

 

1) Flach-Kollektoren 2) Erdwärmesonden 3) Grundwasser-Brunnen

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   (Bildquelle: Bundesverband Wärmepumpe: www.waermepumpe.de)

 

 

Neben den beschriebenen Nutzungen, die v.a. auch für private Anwender im Rahmen von Neubauvorhaben 

oder der thermischen Sanierung von älteren Gebäuden von Interesse sind, wird insbesondere das 

Grundwasser auch zur Kühlung

häufig in Verbindung mit industrieller Fertigung oder gewerblichen Gebäuden genutzt.

 

 

 

Aufgabenbereiche der Geologie:

 

Bei der Geothermie kommt neben den technischen Bereichen (Bohrtätigkeit, Anlagentechnik) 

der Geologie und Hydrogeologie eine besondere Bedeutung zu. 

 

• Geologische Vorgutachten / Machbarkeitsstudien

• Planung der Bohrungen für Brunnen und Erdwärmesonden

• Überwachung der Bohr- und Brunnenbauarbeiten

• Überwachung und Auswertung von Pump- und Schluckversuchen

• wasserchemische Untersuchungen

• thermische Modellierungen und Thermal Response Tests

• Durchführung von wasser- und bergrechtlichen Verfahren

• Sachverständigen-Tätigkeiten (Gutachten und Abnahmen durch PSW, priv. Sachverständige in der Wasserwirtschaft)

 

 

Wir unterstützen Sie gerne bei der Realisierung Ihres Projektes !

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